Fr. 20. März 2026 -

Blick nach vorne

Das erweiterte Leistungsspektrum von Apotheken erfordert eine neue GKV-Vertragsstruktur und mehr finanziell unabhängige Dienstleistungsmodelle

Die aktuelle Vertragslandschaft von Arzneimittel- und Hilfsmittelverträgen zwischen Apotheken und GKV ist stark abhängig von der Struktur in der Sie eingebettet ist. Diese Struktur besteht aus den rechtlichen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel dem Sozialgesetzbuch und den Organisationen in der Selbstverwaltung. Hierbei ist eine Weiterentwicklung der Vergütungsmodelle hin zu stärker dienstleistungsorientierten, regionalen und digitalen Vertragsstrukturen notwendig. Die daraus entstehenden Herausforderungen für Apotheken sowie die daraus abgeleiteten strukturellen Anforderungen und strategischen Aufgaben an die ABDA sind vielfältig und von existentieller Bedeutung. Mit Blick nach vorne braucht es mehr finanzielle Unabhängigkeit für die Apotheken vor Ort.

Porträt-Foto Jan Harbecke

Jan Harbecke, Vorstand im AVWL und Inhaber der Jahreszeiten-Apotheke in Münster

Jan Harbecke ist als Inhaber der Jahreszeiten Apotheken mit drei Betrieben in Münster ansässig. Dazu ist er im Vorstand des Apothekerverbandes und unter anderem für Vertragsangelegenheiten und Dienstleitungen zuständig. Digitale Prozesse, innovative Produkte und Beratungen wie z. B. das Impfen und PDL stehen bei ihm im Vordergrund und werden stetig weiterentwickelt. Er setzt sich dafür ein, dass entsprechende zukunftsträchtige Verträge vereinbart werden und weitere Apotheken mitmachen bzw. mehr Leistungen anbieten.