Fr 8. Mär 2024 -

Versorgung 2030: Mögliche Zukunfts-Szenarien

Wird unser größter Wertbeitrag künftig immer noch darin liegen, Schachteln von A nach B, gerne pharmazeutisch kommentiert, zu bewegen, oder für die Heime Fertigpräparate wieder aufwändig in Einzeldosierungen umzupacken?

Individualdosierungen sind technologisch schon heute anders darstellbar, Stichworte 3-D-Druck oder Mikropellets. Der Beratungspart wird durch bessere, „intelligentere“ IT-Lösungen ergänzt (oder gar partiell ersetzt?) werden. Und mit der elektronischen Vernetzung von Patientendaten kann ein „Lebenspfad-Modell“ bzw. „Health Risk-Management“ so manch Pflegebedürftigkeit hinausschieben oder gar verhindern. Die Versorgung 2030 ff. bietet jedenfalls enorme Potenziale. Erste Gewinner- und Verliererwege zeichnen sich ab.

Prof. Dr. Reinhard Herzog, Tübingen

Studium der Pharmazie in Freiburg/Brsg., Promotion (Pharmazeutische Technologie) in Tübingen.

Kürzere Tätigkeiten in der pharmazeutischen Industrie. Rund 30-jährige Lehrtätigkeit an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, überwiegend im Fachbereich Pharmatechnik. Dortige Ernennung zum Honorarprofessor 2020.

Mitinitiator und Lehrender in den berufsbegleitenden Studiengängen „Apothekenbetriebswirt:in“ und „Pharmazieökonom:in“ (Hochschule Schmalkalden). Freiberuflich-beratend tätig für Apotheken, Praxen und Industrie. Erstellung von Gutachten und Standortanalysen. Diverse Entwicklungsprojekte. Umfangreiche Fachautoren-Tätigkeit in Fachmedien wie Deutsche Apotheker Zeitung, Apotheke & Wirtschaft (AWA, dort Herausgeber) u.a. Erstellung diverser Rechentools für Apotheken und Praxen.

Heimversorgung und Apotheke

Versorgen statt beliefern!

Heim, Heimbewohner, Arzt und Apotheker – beim perfekten Zusammenspiel dieser Beteiligten spielt die heimversorgende Apotheke eine wichtige Rolle. Ihre Aufgaben gehen dabei weit über die reine Arzneimittelbelieferung hinaus.

Ein heimversorgender Apotheker gibt praktische Tipps zu organisatorischen Abläufen und zur pharmazeutischen Betreuung. Ein Jurist und ein Pharmakoökonom stecken die rechtlichen und wirtschaftlichen Randbedingungen der Heimversorgung ab.

Die dritte Auflage orientiert sich noch stärker an den Prozessen in der Apotheke. Praktischen Nutzen bieten zahlreiche Musterformulare für die Heimbelieferung sowie Excel-Rechenblätter zu Kosten, Kennzahlen und Rendite. Neu sind die Kapitel „Patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung" und „Medikamentenversorgung in der ambulanten Pflege".