Fr 8. Mär 2024 -

Spezialversorgung als Aufgabe der Apotheke

Beispiel Palliativversorgung

Die Arbeit in der SAPV ist in jeder Hinsicht spannend und ereignisreich! Aber was kann die Apotheker in diesem Netzwerk leisten? Als Apotheker*in ist man nach SGB V kein direkter Leistungserbringer in der SAPV. Man kann aber einen sehr entscheidenden Beitrag dazu leisten.

Sowohl als spezialisierte Versorgungsapotheke, die für die SAPV-Teams vor Ort die wichtigsten Medikamente vorrätig hat, wie auch als Konsilberater. Dies ist in zwischen im Rahmen einer pDL auch abrechnungsfähig.

Als Apotheke mit einem Sterillabor ist auch die Herstellung ein relevanter Teil, der die Versorgung der schwerstkranken Menschen mit ermöglicht. Durch die Herstellung von Schmerzkassetten, Antibiosepumpen oder anderen Parenteralia für die Heimversorgung trägt die Apotheke zur Versorgung im häuslichen Umfeld bei. Dabei ist ein spezialisiertes und fundiertes Wissen über die physikalischen und chemischen Besonderheiten der gefragten Wirkstoffe eine maßgelbliche Grundvoraussetzung. Ebenso eine Möglichkeit, diese Daten sowohl zu erheben wie auch bereit zu stellen, damit die evidenzbasierte Pharmazie auch für diese Patienten ein breiteres Portfolio bieten kann.

Als ausgebildete Palliativapothekerin wird Frau Katrin Wolber anhand von Fallbeispielen erläutern, wie wichtig die Prüfung von Interaktionen in dieser speziellen Klientel ist. Dabei ist ein effektives Nebenwirkungsmanagement ebenso wichtig, wie die Berücksichtigung der individuellen Wünsche des Patienten, des Angehörigen, der Pflegekraft und des behandelnden Arztes.

Apothekerin Katrin Wolber, Königstein im Taunus

Katrin Wolber ist PTA und Apothekerin. Seit Dezember 2020 leitet sie die Apotheke am Kreisel in Königstein. Zuvor hatte sie Erfahrung im Bereich der Sterilherstellung  für Parenterale Ernährung und Zytostatika bei der Fa. Eurozyto und in verschiedenen Apotheken gesammelt. Sie ist in “Onkologischer Pharmazie” weitergebildet und führt die Zusatzbezeichnung „Palliativpharmazie“. Weiter ist sie Experte für Heimparenterale Ernährung“ (Fresenius).

Palliativpharmazie

Begleitung in der letzten Lebensphase

Bedrohliche Erkrankungen sind gravierende Zäsuren im Leben von Patienten und Angehörigen. Für die Apotheke ist die Versorgung, Beratung und Begleitung der Betroffenen eine ganz besondere Herausforderung.

Das multidisziplinäre Autorenteam orientiert sich am Curriculum der Zertifikatfortbildung Palliativpharmazie der BAK und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und bietet neben Grundlagen der Palliative Care weitere Informationen:

  • über die Aufgabe der Apotheke, Betroffene bestmöglich pharmazeutisch zu betreuen,
  • wie Beschwerden gelindert, die Lebensqualität verbessert und die Selbständigkeit möglichst lang erhalten wird,
  • wie Sie Patienten am Lebensende sowie deren Angehörige unterstützen und bei der Trauerbewältigung begleiten können.

Mit diesem Werk sind Sie für die Aufgabe, Schwerkranke, Sterbende und Angehörige professionell zu versorgen, hervorragend gerüstet.

aporello Arzneistoffe in der Palliativmedizin

Kompetent behandeln am Lebensende

Gerade im letzten Lebensabschnitt geht es darum, professionell zu versorgen und effizient Leiden zu lindern.

Das in Wirkstoff-Monographien aufgebaute Werk liefert neben allen wichtigen Eckpunkten zu den In-Label-Anwendungen:

  • Informationen zu Off-Label-Indikationen mit Dosierungen,
  • Auflistungen zu verfügbaren Darreichungsformen,
  • Hinweise zur Anwendung bei Niereninsuffizienz.

Ein übersichtlicher Aufbau und Icons ermöglichen das schnelle Zurechtfinden im Alltag.

Hochkonzentriertes Wissen im Handumdrehen?
Das ist aporello.