Wissenschaftlicher Kongress

Freitag, 15.03.2019
14:00 - 14:45 Uhr

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„Pillen-müde“: Von den Nebenwirkungen der Antibaby-Pille

„I’m every woman“ – Was Frauen bewegt

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Die hormonelle Kontrazeption mithilfe der „Pille“ ist eine der wichtigsten und sichersten Verhütungsmethoden. Seit Einführung der ersten oralen Kontrazeptiva Anfang der 1960er-Jahre sind viele verschiedene Kombinationen von Estrogen- und Gestagen-Derivaten auf dem Markt etabliert worden. 

Prof. Dr. Martina Düfer

Studium der Pharmazie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; 
2001 Promotion zum Dr. rer. nat. am Pharma­zeutischen Institut der Universität Tübingen;
2006 Habilitation, Venia legendi für Pharmakologie und Toxikologie;
2010 Vertretungsprofessur, Pharmakologie für Naturwissenschaftler, Universität Halle;
seit 2012: Professur für Pharmakologie und Toxikologie am Institut für Pharmazeutische und ­Medizinische Chemie der Universität Münster

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Sie unterscheiden sich neben der Art der einzelnen Komponenten auch in deren Konzentration und in der Anzahl der Phasen, in denen sich die Estrogen-/Gestagen-Zusammensetzung im Verlauf eines Einnahmezyklus ändert. Im Rahmen der pharmazeutischen Beratung kommen bereits hierzu viele Fragen auf, z. B. was bei Wechsel des Präparates, bei vergessener Einnahme, akuter Erkrankung oder bei zusätzlicher Einnahme anderer Arzneimittel zu beachten ist. 

Ziel der verschiedenen Antibaby-Pillen ist es, die Ovulation durch Unterdrückung des FSH/LH-Gipfels zu verhindern, dabei jedoch möglichst wenig in den natürlichen Verlauf der Hormonveränderungen des weiblichen Zyklus einzugreifen. 

Aufgrund der Vielzahl von Prozessen, die durch die Sexualhormone reguliert oder moduliert werden, ist orale Kontrazeption nicht frei von Risiken. Diese wurden in den letzten Jahren in großen Studien untersucht, was sehr zu begrüßen ist. Die Schlagzeilen, die daraus entstanden sind, haben aber auch dazu geführt, dass sich immer mehr Anwenderinnen verunsichert fühlen. So werden die Diskussionen um ein erhöhtes Thromboembolie-Risiko, einen negativen Einfluss auf Herzfunktion und Blutdruck, vermehrtes Auftreten von Schlaganfällen sowie von bestimmten Krebserkrankungen oft kontrovers und undifferenziert geführt. Aber auch die Furcht vor Veränderungen der Stimmungslage bis hin zu Depressionen durch die Einnahme der Antibaby-Pille sind Faktoren, die viele Anwenderinnen abschrecken. Wurde früher die Möglichkeit zur selbstbestimmten Verhütung durch orale Kontrazeptiva ganz klar als Bereicherung angesehen, macht sich heute zunehmende Skepsis breit. Daher ist es eine spannende und hoch aktuelle Aufgabe für Apothekerinnen und Apotheker über Langzeitwirkungen, Interaktionspotenzial und auch über mögliche Alternativen aufzuklären und dadurch eine sichere Basis für die Entscheidung für oder gegen die „Pille“ zu schaffen.

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ISBN 978-3-7692-6499-9
Deutscher Apotheker Verlag 2015

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