Seminare Datenbanken und Software

Freitag, 15.03.2019
10:00 - 10:45 Uhr

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Medikationsanalyse mit der SCHOLZ Datenbank

In diesem Seminar werden die wichtigsten Funktionen der SCHOLZ Datenbank anhand von Fallbeispielen vorgestellt, wie z.B. die Optimierung einer Medikation nach Erkennung gefährlicher Arzneimittelkombinationen, die Suche von einem Symptom des Patienten zum potentiell auslösenden Arzneistoff sowie die Analyse von multiplen Interaktionen mit Hilfe des MDDI Calculators (MDDI - Multi Drug Drug Interactions). Die Teilnehmer erhalten außerdem einen Einblick in die neuesten Entwicklungen der SCHOLZ Datenbank. 

Dr. Stefanie Brune

Dr. Stefanie Brune studierte Pharmazie in Münster. Während und nach ihrer Promotion arbeitete sie als Apothekerin in öffentlichen Apotheken in Lüdenscheid und Werdohl. Seit 2014 leitet sie die medizinisch-wissenschaftliche Abteilung der ePrax GmbH/Scholz Datenbank. Darüber hinaus ist Dr. Brune als Referentin für die Scholz Datenbank und die Apothekerkammern Westfalen-Lippe sowie Nordrhein tätig.

Kontakt

Die SCHOLZ Datenbank ist auf die gezielte Erkennung von Brennpunkten einer Medikation sowie die Risikominimierung bei riskanten Arzneimittelkombinationen spezialisiert. Sie bietet eine effiziente sowie zeitsparende Unterstützung im Bereich der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). Selbstverständlich kann auch ein Medikationsplan nach der aktuellen Spezifikation für den bundeseinheitlichen erstellt und eingelesen werden.

Neben der klassischen Analyse von Arzneimittelrisiken wie Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen verfügt die SCHOLZ Datenbank über eine Reihe von neuartigen Analyse-Tools, welche die Durchführung von Medikationsanalysen, insbesondere bei komplexen Fällen im Bereich der Polypharmazie, erleichtern. Dabei ist zum einen der MDDI Calculator zu nennen, der die Brennpunkte einer Medikation auf einen Blick sichtbar macht und multiple Wechselwirkungen sowohl qualitativ als auch quantitativ analysiert. Auch Niereninsuffizienz und genetische Polymorphismen werden im MDDI Calculator berücksichtigt. Zum anderen unterstützt die Datenbank den Anwender bei der Abschätzung von Arzneimittelrisiken durch ADR-Scores (Adverse Drug Risk). Diese Scores existieren z.B. für komplexe Risiken wie die Sturzgefahr oder die anticholinerge Last.

Die Berechnung von Scores zur Risikobeurteilung ist die Grundlage für die neuste Entwicklung der SCHOLZ Datenbank, die sog. e2CP-Methode (electronic express Chromapictography- ADR Control Panel). Sie sind herzlich eingeladen, sich dieses neue Tool am Ausstellungsstand der SCHOLZ Datenbank (2C12) auf der Interpharm zeigen zu lassen.

Schwerpunkte des Seminars:

  • Einstufung der klinischen Relevanz von Wechselwirkungen:
    – Klassische Interaktionsprobleme unter dem Aspekt der Dosisabhängigkeit
    – Triple Classification System für Wechselwirkungen
    – MDDI-Calculator: qualitative und quantitative Analyse von multiplen Interaktionen
  • Optimierungssystem: Auffinden von risikoärmeren Alternativen bei gefährlichen Arzneimittelkombinationen
  • Analyse von Kontraindikationen und Nebenwirkungen; u.a. die Suche vom potentiellen Nebenwirkungssymptom zum auslösenden Wirkstoff
  • Beurteilung der Medikation bei Vorliegen von Risikofaktoren wie z.B. Alter > 65 Jahre, Niereninsuffizienz, genetische Polymorphismen
  • ADR-Scores: Scores zur Abschätzung von Arzneimittelrisiken
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