Wissenschaftlicher Kongress

Samstag, 16.03.2019
16:30 - 17:00 Uhr

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Des Knaben Wunderhorn: Wie die PDE5-Hemmer funktionieren

„Männer sind allzeit bereit“? – Männerkrankheiten und ihre Pharmakotherapie

Zertifizierte Fortbildung

Die Entwicklung der Phosphodiesterase-5(PDE-5)-Hemmstoffe als effektive Therapeutika bei erektiler Dysfunktion ist eine der großen medizinischen Erfolgsgeschichten des 20. Jahrhunderts, nicht nur aus merkantiler Sicht, sondern auch aus medizinischer Sicht bzw. aus Sicht einer verbesserten Lebensqualität.

Prof. Dr. Thomas Herdegen

Studium der Humanmedizin in Würzburg und Wien, Facharzt für Experimentelle Pharmako­logie;
seit 1996 C3-Professor für Pharmakologie der Universität Kiel;
Forschungsprojekte: pharmakologische Interventionen von neurodegenerativen und
neuroinflammatorischen Krankheiten sowie entzündlichen Darmerkrankungen

 

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Diese positive Einschätzung lässt zunächst Missbrauch, Fehlgebrauch und mögliche Störungen des erotischen Binnenverhältnisses von Partnerschaften unbeachtet. So wie der Triumph der Opioid-Analgetika in der primären Bewertung nicht durch das Risiko eines Missbrauchs geschmälert werden sollte.

PDE-5-Hemmstoffe können bei einer hohen Wirksamkeit reproduzierbar eine erektile Dysfunktion beheben (impotentia coeundi), haben aber keine oder kaum Auswirkung auf die Ejakulationsfähigkeit (impotentia generandi). Die zugelassenen Präparate unterscheiden sich nicht in ihrer Wirksamkeit, aber im pharmakokinetischen Wirkprofil wie Wirkdauer. Grundsätzlich dürfen längerwirksame PDE-5-Hemmer als besser verträglich gelten im Vergleich zu den kurzwirksamen PDE-5-Hemmer. Als wichtige Nebenwirkung ist das „Steal“-Phänomen zu beachten, die Minderperfusion der Koronarien bei koronarer Ischämie (Herzinfarkt, Angina pectoris).

Neben der erektilen Dysfunktion sind PDE-5-Hemmstoffe in andere große Bereiche der Alltagsmedizin vorgedrungen: PDE-5-Hemmer sind inzwischen bei der pulmonalen Hypertonie (PHT) indiziert. Bei dieser Indikation sind die notwendigen Dosierungen für eine maximale Wirkung höher als bei der erektilen Dysfunktion. Patienten unter PDE-5-Hemmer können ihren pulmonalen Hypertonus stabilisieren oder sogar senken, was ein wesentlicher Nutzen für verschiedene Formen der Herzinsuffizienz ist.

In niedriger Dosierung sind PDE-5-Hemmstoffe indiziert bei der ­benigen Prostatahyperplasie (BPH). Hier lindern sie den Harndrang und vermindern die Häufigkeit des Wasserlassens.
Beachtet werden muss die individuelle Zulassung der PDE-5-Hemmstoffe (Originalpräparate wie Generika) für diese Indikations­gebiete.

Der Vortrag gibt eine Übersicht über den therapeutischen Nutzen der PDE-5-Hemmstoffe und ihre pharmakotherapeutischen Wirkprofile.

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