Wenn der Stoffwechsel altert - Konsequenzen für die Arzneimitteltherapie

Senioren

„Ey Alter!“ Diese Ansprache ist nicht nur unhöflich, sondern auch sprachlich und wissenschaftlich inkorrekt. Die „Alten“ sind nämlich eine sehr heterogene Gruppe und es ist für viele Überlegungen wichtig, chronologisches und biologisches Alter getrennt voneinander zu betrachten. Unbestritten ist jedoch, dass mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit für gesundheitliche Probleme steigt.
Dies hat unter anderem damit zu tun, dass die Leistungsfähigkeit verschiedener Organsysteme in Abhängigkeit von der „Laufzeit“ nachlässt. Altersbedingte Veränderungen in physiologischen Funktionen und Vorgängen sind dann wiederum von entscheidender Bedeutung für die Wirksamkeit und Sicherheit vieler Arzneimitteltherapien.
Wissenschaftler haben bereits einige Nachschlagewerke entwickelt, die dabei helfen sollen, Arzneimittel aus geriatrischer Sicht zu bewerten. In der Praxis mangelt es aber zuweilen an der Umsetzung, Verordnungen an veränderte Stoffwechselverhältnisse, die ZNS-Empfindlichkeit oder Organerkrankungen anzupassen.
Anhand ausgewählter Beispiele werden in diesem Vortrag wichtige Prinzipien der Arzneimitteltherapie im Alter beleuchtet, wie das Motto „Start low - go slow!“, die Meidung von Wirkstoffen mit langer Halbwertszeit oder die Anpassung von Dosierungen an eine eingeschränkte Nierenfunktion. Diskutiert wird auch die Frage, ob man wirklich „nierenkrank“ ist, wenn die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) im Alter erniedrigt ist.

Dr. Verena Stahl, Herdecke

Dr. Verena Stahl hat Pharmazie an der Philipps-Universität in Marburg studiert und arbeitete anschließend im Jahr 2007 als Semi-Resident im „Drug Information and Pharmacy Resource Center“ der University of Florida. Bis 2011 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arzneimitteltherapiesicherheit des Universitätsklinikums Essen und des Klinikums Saarbrücken GmbH tätig und absolvierte auch ihre Promotion über ein Thema aus diesem Fachbereich. Von 2007 bis 2017 arbeitete sie außerdem bei der medizinischen Redaktion RpDoc® Solutions. Seit 2008 ist sie Referentin, u. a. in der Fort- und Weiterbildung diverser Apothekerkammern, bei wissenschaftlichen Kongressen, im Masterstudiengang „Consumer Health Care“ und beim praxisbegleitenden Unterricht der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. 2012 begann ihre Tätigkeit als Autorin für die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ), als Mitglied der „POP“-Gruppe und als Verantwortliche für die Rubrik „AMTS-Spezial“. Seit 2017 ist sie freiberuflich als Autorin und Referentin tätig.

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Arzneimittel im Alter

Strategien für eine optimale Pharmakotherapie

Alterstypische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Demenz führen häufig zu Polymedikation– alles eine enorme Herausforderung für die Senioren selbst, aber auch für Arzt und Apotheker. Die Autorin ist Krankenhausapothekerin und hat sich intensiv mit der Pharmakotherapie älterer Menschen beschäftigt. Ihr Instrumentarium für eine optimale Patientenbetreuung:

  • Grundlagen: Veränderungen im Alter und typische Erkrankungen
  • Strategien: Leitlinien, Listen potentiell inadäquater Medikation und Methoden für mehr Arzneimitteltherapiesicherheit
  • Hilfsmittel: Medikationsplan, Stellen, Verblistern und Sondengabe
  • Praktische Tipps: Impfungen, Reisen mit Arzneimitteln und Gerontoprophylaxe

 

Beate Mussawy

  • 2018, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
  • XII, 164 S., 37 farb. Abb., 29 farb. Tab., 17,0 x 24,0 cm
  • Kartoniert
  • ISBN 978-3-8047-3614-6
  • 24,80 €
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