Melatonin in aller Munde - Was das Hormon wann bewirken kann

Schlaf

Das körpereigene Hormon Melatonin nimmt Einfluss auf zahlreiche zirkadiane Vorgänge unseres Organismus. Unter anderem wirkt es stabilisierend auf den Schlaf-Wach-Rhythmus und unterstützt die Schlafbereitschaft des menschlichen Körpers. Es liegt daher nahe, Melatonin auch therapeutisch einzusetzen. Hierbei ist aber zu beachten, dass es - anders als klassische Hypnotika - nicht schlaferzwingend wirkt.
Während es als Arzneimittel zur Behandlung von Schlafstörungen nur bestimmten Patientenpopulationen in Deutschland verschrieben werden darf, erfreuen sich melatoninhaltige Nahrungsergänzungsmittel (NEM) seit ein paar Jahren stark zunehmender Beliebtheit.
Zunächst war das „Schlafhormon“ vor allem unter Jetlag-geplagten Vielfliegern und aus dem Takt geratenen Schichtarbeitern ein Insidertipp und wurde aus dem Ausland bezogen. Dank einer rechtlichen Grauzone befinden sich mittlerweile unzählige melatoninhaltige NEM auf dem deutschen Markt. Sie werden gerne mit pflanzlichen Hypnotika und Sedativa kombiniert und erwecken den Eindruck, ein „natürliches Schlafmittel“ zu sein. Da entsprechende Produkte stark beworben werden, sind mittlerweile breite Bevölkerungsgruppen auf Melatonin aufmerksam geworden. Doch Vorsicht, die Nahrungsergänzungsmittel sind weder für jeden geeignet, noch können sie die teilweise hohen Erwartungen ermatteter Schäfchenzähler erfüllen.
Der Vortrag soll Apotheker bei der kritischen Auseinandersetzung mit dem „Mythos Melatonin“ unterstützen und wichtige Tipps für die Beratung vermitteln.

Dr. Verena Stahl, Herdecke

Dr. Verena Stahl hat Pharmazie an der Philipps-Universität in Marburg studiert und arbeitete anschließend im Jahr 2007 als Semi-Resident im „Drug Information and Pharmacy Resource Center“ der University of Florida. Bis 2011 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arzneimitteltherapiesicherheit des Universitätsklinikums Essen und des Klinikums Saarbrücken GmbH tätig und absolvierte auch ihre Promotion über ein Thema aus diesem Fachbereich. Von 2007 bis 2017 arbeitete sie außerdem bei der medizinischen Redaktion RpDoc® Solutions. Seit 2008 ist sie Referentin, u. a. in der Fort- und Weiterbildung diverser Apothekerkammern, bei wissenschaftlichen Kongressen, im Masterstudiengang „Consumer Health Care“ und beim praxisbegleitenden Unterricht der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. 2012 begann ihre Tätigkeit als Autorin für die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ), als Mitglied der „POP“-Gruppe und als Verantwortliche für die Rubrik „AMTS-Spezial“. Seit 2017 ist sie freiberuflich als Autorin und Referentin tätig.

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