Die Darm-Hirn-Achse - Wie sich das Mikrobiom auf die Psyche und Psychopharmaka auf das Mikrobiom auswirken

Mikrobiom

Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen Veränderungen des Mikrobioms und einer Vielzahl von Krankheiten, darunter auch neuroimmunologische und psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen. Aus aktuellen Forschungsergebnissen zur Darm-Hirn-Achse ist abzuleiten, dass das Darm-Mikrobiom in direkter wechselseitiger Kommunikation mit dem Gehirn, beispielsweise über Stoffwechselprodukte und Neurotransmitter, steht. Daneben gibt es vermehrt Beweise dafür, dass insbesondere Arzneistoffe aus der Gruppe der Antipsychotika und Antidepressiva direkte bakteriostatische und sogar bakterizide Wirkungen entfalten, die das Gleichgewicht des Mikrobioms verschieben und so auch die Darm-Hirn-Achse beeinflussen. Aus den vorliegenden Arbeiten zu krankheitsassoziierten und pharmakologischen Veränderungen im Mikrobiom sind zukünftig wichtige Impulse hinsichtlich Prävention, Verlauf und Therapie psychischer Erkrankungen zu erwarten.

Dr. Susanne Michels, Marburg

Pharmaziestudium an der Universität Bonn;
sechsmonatiger Aufenthalt an der University of Strathclyde in Glasgow, dort Masterarbeit im Bereich Klinische Pharmazie;
nach Stationen in der öffentlichen Apotheke von 2015 bis 2018 an einem DFG-geförderten Promotionsprojekt an der Universität Marburg tätig;
dort derzeit als Postdoktorandin in der Gruppe von Prof. Dr. Carsten Culmsee beschäftigt mit Studien zu neuroinflammatorischen Prozessen, die an der Pathophysiologie psychiatrischer Erkrankungen beteiligt sind.

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Psychopharmaka in der Apotheke

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Otto Dietmaier / Daniel Schüpbach

  • 2018, Deutscher Apotheker Verlag
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Psychopharmaka in der Hausarztpraxis

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Otto Dietmaier / Daniel Schüpbach

  • 2021, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
  • XX, 284 S., 18 farb. Abb., 78 farb. Tab., 17,0 x 24,0 cm
  • Kartoniert
  • ISBN 978-3-8047-3946-8
  • 34,80 €
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