Diagnostik und Therapie des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms

Schlaf

Das obstruktive Schlafapnoe Syndrom (OSAS) stellt eine der häufigsten Schlafstörungen dar. Die Diagnostik erfolgt in Form eines gestuften Vorgehens und findet nicht nur in der Nacht statt.

Im Falle des OSAS ist der Goldstandard der Therapie die sog. CPAP-Therapie (kontinuierlicher positiver Atmungswegsdruck). Hierbei wird mit Hilfe eines kleinen Kompressors Raumluft zu dem Druck komprimiert unter dem keine Atmungsaussetzer, keine Hypoventilationen (reduzierte Atmung) und keine Abfälle der Sauerstoffsättigung mehr auftreten. Die „Druckluft“ wird mit Hilfe einer Maske (Nasenmaske, Nasenmundmaske) appliziert. Die Einstellung auf CPAP sollte unter polysomnographischen Bedingungen in einem Schlaflabor erfolgen.

Therapeutische Alternativen zur CPAP-Therapie sind Kieferprotrusionsschienen, die bei leicht- bis mittelgradigen Befunden und Unverträglichkeit der CPAP-Therapie mit ähnlichem Therapieerfolg wie diese eingesetzt werden. Bei leichtgradigen Befunden, z.B. Auftreten der Apnoen/Hypopnoen nur in Rückenlage, können sog. „Rückenlage-Vermeidungs-Instrumente“ (z.B. Kissen, Rucksack) zur Anwendung kommen. Bei wenigen, sehr gut ausgewählten Patienten, kann die Implantation eines Zungenschrittmachers erwogen werden.

Alle genannten Maßnahmen sollten durch eine optimale Schlafhygiene ergänzt werden. Hierzu gehören: feste Schlafzeiten, eine ruhige, angenehme Schlafumgebung (kein Handy, Fernseher, Computer im Schlafzimmer) Meiden von Alkohol kurz vor dem Zubettgehen, Meidung von stimulierenden aber auch sedierenden Pharmaka.

Für diesen Vortrag steht kein Begleitmaterial zur Verfügung.

Prof. Dr. Maritta Orth, Mannheim

Studium der Humanmedizin an der Ruhr-Universität Bochum;
ab 11/2001: Leitende Oberärztin und ständige Vertreterin des Direktors der Medizinischen Klinik III, Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin (Prof. Dr. med. G. Schultze-Werninghaus).
11/2001: Habilitation zum Thema „Unfallrisiko bei obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom“.
seit 2007: Chefärztin der Medizinischen Klinik III, Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH, Mannheim
2008: Ernennung zur außerplanmäßigen Professorin an der Ruhr-Universität Bochum für das Fach Innere Medizin;
2006 bis 2020: Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM);
2012 bis 2018: geschäftsführende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin

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